Torsten Schumacher referiert zum Thema „Konfliktkompetenz“

Auf Einladung der GEW-Kreisverbände Vechta und Cloppenburg referierte der Förderschullehrer und Experte für Gewaltprävention, Torsten Schumacher, im Saal Sextro in Vechta. Er wählte dabei eine interaktive Methode, indem er die Zuhörer mit einbezog bzw. direkt adressierte, sodass die drei Stunden sehr kurzweilig waren. Schwerpunktmäßig bezog er sich dabei auf das Konfliktmanagement an Förderschulen und zeigte anhand von Beispielen Möglichkeiten für Lehrer auf, Konflikten frühzeitig zu begegnen.
Ausgehend von der Definition des Begriffes „Aggressivität“ nahm er zunächst das Persönlichkeitsprofil aggressiver Menschen ins Visier, um das Verhältnis Täter – Opfer darzustellen. Täter fühlten sich stark und sähen Opfer als schwach, indem sie diese gezielt der Bedrohung aussetzten.
Um Schule als sicheren Ort zu empfinden, bedürfe es klarer Neutralisierungstechniken seitens der Lehrer, die gemeinsam handeln müssten, wobei er die Notwendigkeit eines von allen akzeptierten Regelwerks betonte. Hier nannte er ein Plädoyer für Konfrontation als Voraussetzung für erzieherischen Erfolg. „Konfrontation beinhalte das Interesse an der Weiterentwicklung der Kinder“ sowie der schulischen Gemeinschaft. Einem aggressiven Schüler müsse klargemacht werden, dass ein von der gesamten Schulgemeinschaft akzeptiertes Regelwerk gebe, und zwar vor Beginn einer Eskalation, die eintreten könnte, wenn kein unmittelbares klares Handeln der Lehrer erfolgt.
Viele Schulen verfügten bereits über schulspezifische Regeln, die von allen getragen würden, von Lehrern, Schülern aber auch Eltern. Regeln schafften „Handlungssicherheit und Klarheit für alle Beteiligten.“
